28/11
2011
iTunes von Apple bekommt Konkurrenz von Google Music
Ab sofort bietet Google ebenfalls Musik online zum runterladen an. Diese können von Kunden im Android Market erworben werden. Somit hat iTunes einen direkten Rivalen bekommen. Der Store ist der weltgrößte Musikverkäufer und mit immer neuen Ideen lässt er sich diese Position nicht nehmen.
Vorgestellt wurde Google Music, am Mittwoch in Los Angeles, von Entwicklungsleiter Chris Yerga. Das Angebot beschränkt sich nicht nur auf die Online-Plattform, sondern wird ausgeweitet auf die mit Google- Betriebssystem Android ausgerüsteten Smartphones und Tablet-Computern.
Der lang ersehnte Musikshop hatte Startschwierigkeiten, da sich die Gespräche mit den Plattenfirmen komplizierter erwiesen als gedacht. Schließlich konnte Google eine Vielzahl an kleinen Musikfirmen, aber auch die großen Label wie EMI, Sony Music und Universal Music gewinnen. Somit stehen mehr als 13 Millionen Lieder zur Verfügung.
Google trumpft mit einigen Besonderheiten auf. Zum einem können Nutzer, von dem Online-Netzwerk Google+, ihren Freunden ein gekauftes Lied kostenlos zur Verfügung stellen, damit sie es sich ein Mal anhören können. Zum anderen kann jeder seine eigenen Lieder hochladen und vermarkten, wie auch schon bei MySpace möglich. Des Weiteren bietet Google Music exklusives Material an, das es ausschließlich dort zu erwerben gibt. Wie zum Beispiel eine Live-Aufnahme der Rolling Stones von 1973 mit einem kostenlosen Song, fünf Songs von einem Auftritt in Madrid von Coldplay und ebenfalls kostenlos ein Live-Minialbum von Shakira und die neue Single.
Aber auch Apple schläft nicht. Der Cloud-Dienst iTunes Match, der am Montag vorerst nur in den Vereinigten Staaten startet, bietet die Möglichkeit seine Musik ins Netz zu lagern und dort abzurufen. Dadurch hat man von jedem PC mit Internetzugang Zugriff auf seine eigene Musik-Datenbank. So ähnlich funktioniert der Service von Google. Allerdings müssen die Lieder tatsächlich hochgeladen werden, was einige Stunden in Anspruch nimmt. Das entfällt bei Apple. Hier wird ein Abgleich zum iTunes-Angebot gestartet und der Nutzen spart sich eine Menge Zeit.
Bisher ebenfalls nur für die USA nutzbar, ist Google+. Wann dieser Dienst in Deutschland startet, ist ungewiss, da Google sich seit etlichen Monaten mit der deutschen Musikverwertungsgesellschaft Gema über eine Vergütung für Musik-Videos auf YouTube streitet. Bisher blieben die Verhandlungen ohne Erfolg, daher ist erst einmal warten angesagt.
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