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2011

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Goldpreis holt Platin ein

Goldpreis holt Platin ein. Doch nicht jeder profitierte vom Goldboom – Experten für Goldminen-Aktien hoffen auf baldige Änderung.

Das Zitat aus Goethes „Faust“ – „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles“ – trifft den derzeitigen Börsenstand wohl besser denn je. Der Wert des Edelmetalles treibt in neue Höhen. Im August diesen Jahres kostete Gold genauso viel wie Platin – wenn nicht sogar etwas mehr. Wer Anfang 2011 eine Goldfeinunze für rund 1400$ kaufte und diese im August wieder verkaufte machte einen Gewinn von rund 500$. Zwar gab der Preis des  Edelmetalles seit dem diesigen Sommer wieder nach, notiert aber noch immer sichtlich höher als zu Beginn des Jahres.

Wer in der gleichen Zeit auf Goldminen-Aktienfonds setzte, hatte weniger Erfolg: seit Anfang des Jahres 2011 rutschten auch die guten Produkte unter Null ins Minus. Markus Bachmann, Manager des Fonds Craton Capital Precious Metal, erklärt, dass in Krisenzeiten die Bereitschaft, Aktien zu kaufen eher sinkt. Selbst wenn es sich um Goldaktien handelt.

Georges Lequime ist der Meinung,dass die Börsenpanik nur eines der Probleme war. Außerdem enttäuschten Minenbetreiber die Investoren, indem Produktionsziele verfehlt wurden oder die anfallenden Kosten nicht unter Kontrolle hatten. Dies färbe auf die gesamte Branche ab. Die Experten George Lequime und Joachim Berlenbach sind sich einig, dass auf kurz oder lang die Goldminenaktien zu ihrer fairen Bewertung zurückgehen werden. Nach Rückgang des Öl- und dem schnellen Anstieg des Goldpreises werden die Preisspannen größer und wird gewinnbringend für die Unternehmen sein.

„Wer seinen Sitz in Kanada hat, hat seine Hausaufgaben gemacht!“

Auf Platz zwei liegt der Klassiker BGF World Gold von Blackrock. Fondsmanager Evy Hambro kauft hautpsächlich Aktien von Goldproduzenten mittlerer Größe. Seine Vorlieben liegen hier bei Firmen mit einer geringen Fremdkapitalquote. Firmen, die andere Edelmetalle oder Diamanten abbauen darf Hambro beimischen. Von Zeit zu Zeit kauft er zudem Indexfonds.

Seine größte geografische Position ist Kanada. Zu den Top-5-Positionen zählen die dortigen Goldproduzenten Kinross Gold und Goldcorp. Aktien aus Peru brachten indes größeren Verlust.Nachdem der Politiker Ollanta Humala der linken Partei die Wahlen im Juni gewann, rechneten Marktteilnehmer mit einer verschärften Steuerpolitik. Ein Kursrutsch, welcher unter anderem Goldminenbetreiber aus Peru betraf, war die Folge dessen. Es handle sich nur um eine vorübergehende Kursschwäche, so Hambro, nutzte dies und besorgte sich weitere Papiere aus  Peru.

Bachman vertraut Kanada noch mehr: Ende Juli waren 73 Prozent des Portfolios des Craton Capital Precious Metal in Kanada börsengelistet. Bachman erklärt, dass die Auflagen in Kanada viel strenger sind als in anderen Ländern. Eine gesunde Bilanz, ein Standort in einem politisch stabilen Land sowie ein gutes Management und eine Bewertung weit unter dem inneren Wert sind ihm bei der Titelauswahl besonders wichtig.

An erster Stelle stehen für die Earth-Gold-Fund-Berater Lequime und Berlenbach die Bilanzen. Künftige Gewinne und Produktionskosten können kalkuliert und ins Verhältnis gesetzt werden. Dafür fahren die beiden auch mal selbst zu den Minen oder schicken einen, der von Earth Resource Investment Group (ERGIN) zur Verfügung gestellten Analysten hin. Da sich in den USA und Mexiko die US-Dollar Schwäche positiv auf die Aktien auswirkt, setzen sie außer auf Kanada auch auf diese beiden Standorte.

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